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SKS Marathon Sundern


Strecke : 55 km mit 1250 hm

Platzierung : Platz 236  Zeit 2:48 Std

link:
www.mega-sports.de





mein erster Marathon


 

Wir reisten zu viert an und kamen überpünktlich in Sundern an.Wir holten unsere Startnummern und nach dem Blick auf die Meldeliste fragte mich Stefan„was heißt eigentlich, aus dem weg scheiß Holländer , auf Niederländisch?Ich wusste es nicht , versprach ihm aber mich fürs nächste mal zu erkundigen.
Nach kurzem warmfahren wurden wir schon aufgefordert unsere Plätze im Startblock einzunehmen.


Ich stand mit Meike und Martin im gleichen Startblock und so waren die 45 min bis zum Start recht kurzweilig.Von Nervosität war bis jetzt seltsamerweise bei mir nicht viel zu spüren.Das sollte sich nach dem Start aber ändern.Ich hatte mir vorgenommen die ersten 30km des Rennens nicht über 90% der max Herzfrequenz zu gehen.Beim losfahren versagte prompt der Pulsmesser und zeigte mir an das ich Klinisch tot sei .

Das Rennen startete auf einer längeren Asphaltpassage mit Gegenwind das man sofort gefordert war,an deren Ende setzte der Pulsmesser wieder ein und Zeigte 95% auf dem Display.Mir war nun klar das mein Plan nicht ganz aufgehen würde und beschloss wenigstens nicht über 93 % zu gehen.

Dann kam der erste Feldweg und aufgrund der trockenen Witterung erzeugten die ca. 1000 gestarteten Fahrer eine Staubwolke das ich fürchtete eine Rauchvergiftung zu erleiden.


Die erste 150° Kehre in einen Aufstieg sorgte dann für einen kleinen Stau bei dem ich auch kurz anhalten musste,um bei der folgenden Schotterabfahrt fast schon das Rennen zu beenden.Ich hatte mich völlig verschätze auf dem losen Untergrund und wäre in der ersten Kurve fast gestürzt,konnte aber querstehend und über beide Räder rutschend, das Rad gerade noch an einer Böschung abfangen.

Dann fuhr ich recht Problemlos aber mit schon recht „dicken“Beinen bis zur ersten Verpflegungsstelle.

Ich füllte kurz meine Trinkflasche und fuhr weiter und merkte das mein rechtes Bein zu krampfen anfing.Das einzige was ich dagegen tun konnte war viel Trinken ,was aber gar nicht so leicht ist wenn man auf dem losen Schotter den Lenker mit beiden Händen halten muss und bei einem Puls von 175 das Atmen eher einem keuchen gleicht.

Auf der Strecke gab es dann auch jede menge Reifenschäden, am Rand sah man immer öfters Fahrer beim aufpumpen ,nach manchen Schotterabfahrten sah man sogar kleinere Grüppchen beim gemeinsamen Reifenwechsel.

Nach der zweiten  Verpflegungsstelle ging es einen Steilen Wurzeltrail hinunter wo mir auf halber Strecke ein Fotograf mit voller Ausrüstung entgegen kam.Ich schrie nur „weg da „ und er konnte sich noch durch einen Sprung in die Büsche retten bevor ich an ihm vorbeidonnerte.

Der letzte Anstieg vor dem Ziel ,eine gemeine Rampe ,forderte einem nochmal alles ab ,einige Fahrer schoben ihr Rad den Berg rauf,was ich am liebsten auch gemacht hätte .Ich fuhr den Berg aber komplett rauf ( auf dem Zahnfleisch) wobei ich mit schieben wahrscheinlich auch nicht langsamer gewesen wäre.

Nach 2:48 Std erreichte ich völlig platt das Ziel .Ich freute mich noch kurz über die SKS Socken die mir überreicht wurden und begab mich auf die Suche nach meinen Teamkollegen.

 

Stefan war erwartungsgemäß schon vor mir angekommen,ich hatte ihn zwar gebeten mich der Moral nicht schon auf den ersten Kilometern zu überholen,aber er hat sich natürlich nicht daran gehalten.

Kurz nach mir kam Ralf und Kai an, danach Martin und Meike.

Ralf und Kai wähnte ich die ganze Zeit vor mir und war überrascht vor ihnen ins Ziel gekommen zu sein.Kai war in einen Holzstapel gestürzt als ihm eine Holländerin auf einer Abfahrt ins Rad fuhr und konnte das Rennen nur mit großen Schmerzen fortsetzen.Wobei wir ihm die Geschichte nicht ganz abnehmen und wir vermuten das er seine Finger nicht von der Holländerin lassen konnte.

 

Es hat mega Spaß gemacht und jeder der die Schotterschlacht geschafft hat kann Stolz auf sich sein.

 

Es wird nicht mein letzter Marathon gewesen sein.

 

AL

 
 

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