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Ruhrbike Festival Wetter
Strecke : 50 km mit 1350 hm
Platzierung : 93. Altersklasse , 231.Gesamt , Zeit : 3.11 Std.
link : www.ruhrbike-festival.de
Mein Tag begann mit hecktischen Telefonaten um noch ein Satz Bremsbeläge aufzutreiben, am abend vorher wechselte ich die Bremsbeläge um festzustellen, dass ich nur noch ein Paar für hinten da hatte,die vorderen waren jedoch auch hinüber.
Joachim war meine Rettung und versprach mir einen Satz mit nach Wetter zu bringen .
In Wetter um 9 Uhrangekommen war das Servisteam von Magura aber schon vor Ort und in 5 Minuten waren meine Beläge gewechselt und die Bremse perfekt eingestellt.18 Euronen wechselten den Bestitzer und die Sache war erledigt.
Ein fettes Danke nochmal an das Team von Magura !!!!!!!
Der Start erfolgte um 11 Uhr bei schwülwarmen Wetter und gefühlten 30 Grad.Mittlerweile ist man das Chaos am Start schon gewohnt und auch diesesmal war trotz neutralisation am Start die erste Abfahrt nur zu Fuß zu bewältigen.Durch einige Stürze, darunter auch Ralf ,der sich heftig hingepackt hat und sein Rad erst nach einigen Minuten zwischen den Vorbeifahrenden wiederfand,endstand ein heftiger Stau der auch den darauffolgenden Anstieg weiter anhielt.Bemerkenswert sind auch immer einige ganz heiße Fahrer die im Massenstau versuchen durch die Brennesseln springend mit Rad auf dem Rücken einige Plätze gut zumachen um am nächsten Hinderniss wieder in der Schlange vor einem zu stehen.

Die Strecke führte zu bestimmt 60 bis 70 Prozent über Singeltrails die wirklich Spaß machten und technisch einem einiges abverlangten.
Leider fühlte ich mich überhaupt nicht gut, es war sehr schwül, mein Kopf fühlte sich an als würde ihn jemand mit dem Presslufthammer bearbeiten und mein Puls war 20 Schläge höher als Normal.So bummelte ich das Rennen so vor mich hin, bis Ralf mich überholte und mir sagte die Hälfte wäre schon geschafft.

Jetzt war mein Ehrgeiz plötzlich wieder geweckt und ich versuchte das Hinterrad von Ralf zu halten was mir aber recht schwer viel. Nach einiger Zeit ließen meine Kopfschmerzen nach und die Beine wurden besser.
Wir fuhren nun zusammen über erstklassige Trails und Abfahrten. Bei einer Abfahrt konnte ich hinter Ralf fahrend beobachten wie er das Hinterrad überbremste und das Rad sich erst wieder am Ende der Abfahrt drehte,was ich ihm auch sofort mitteilte und er mit einem Schmunzeln in seinem panischen Gesichtsausdruck quittierte.
Im weiteren verlauf der Strecke kam der steilste innerstädtische Anstieg Deutschlands mit 23 % Steigung.Die vielen Zuschauer feuerten einen an und sorgten für eine fantastische Atmosphäre.
Wir teilten unsere Kräfte gut ein und überwanden ihn ohne Probleme.

Nach der zweiten Verflegungsstelle die ich aber durch Unaufmerksamkeit verpasste kam eine Bergabstrecke
die als Laufpassage ausgeschildert war und nicht befahren werden durfte.
Ralf hielt ein bisschen den nachfolgenden Verkehr auf und als sich der Fahrer hinter uns beschwerte ob es nicht schneller geht meinte ich nur :wenn du mit einem Bein schneller laufen kannst geh vor.Daraufhin entschuldigte er sich bestimmt 20 mal und Maulte gleich den Streckenposten an als es eine Stahlrampe herrunter ging die recht rutschig war ,steh hier nicht dumm rum und hilf ihn mal oder hast du keine Augen im Kopf.
Am Ende des Rennens machten wir noch einige Plätze gut weil Ralf an den Anstiegen das große Blatt auflegte und so Tempo machte das ich mich wunderte woher er die Kraft nimmt .Ich musste alles geben um das Hinterrad zu halten und wäre alleine wohl einige Minuten langsamer gewesen.
Kurz vor dem Ziel entdeckte ich noch den Streckenfotografen und wir "kuschelten" nochmal fürs Foto.

Bei 3Std 11 min war dann endlich Schluss und wir fuhren zusammen über die Ziellinie.Joachim war schon einige Minuten im Ziel ,Thorsten war nur 30 sek vor uns ins Ziel gekommen und auch Jörg ,Thomas und Martin
beendeten das Rennen erfolgreich.
Der Marathon in Wetter ist für mich der schönste den ich bisher gefahren bin ,Technisch anspruchsvoll
und eine Strecke mit hohem Trailanteil und tollen Zuschauern an der Strecke sorgten für eine gelungene Veranstaltung die ich im nächsten Jahr sicher wieder besuchen werde.
A.L.
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